Linda@studium

Mai 21, 2010

Gedanken aus: „Leben im Netz – Identität in Zeiten des Internets“ von Sherry Turkle (1998)

Einsortiert unter: Projektgedanken — Linda @ 2:30 nachmittags

In ihrer Einleitung zum Buch „Leben im Netz“ beschreibt Sherry Turkle, warum Menschen sich im Cyberspace fiktive Identitäten zulegen, wenn sie MUDs (Multi-User-Dungeons bzw. Domains) spielen. Dort ist „man (…) der, für den man sich ausgibt.“ Sie beschreibt dort auch notorische Spieler, die ihre Arbeit an Computern erledigen und nebenbei ein oder mehrere MUDs spielen, so dass sie permanent zwischen Realität und Virtualität pendeln. Solche früher rein textbasierte, virtuelle Welten sind zwar heutzutage fast gänzlich von grafischen Oberflächen verdrängt worden, aber alteingesessene „Spieler der ersten Stunde“ halten einige dieser frühen MUDs lebendig. Sie schreibt von „Aufspaltung“ der Persönlichkeit, so dass in verschiedenen Umgebungen, egal ob Spiel oder Chat, jeweils ein anderer Teil der Persönlichkeit aktiviert wird und andere Teile unterdrückt werden. Durch Nutzung verschiedener „Fenster“ ist die Möglichkeit von parallelen Identitäten und Lebenswelten ermöglicht worden, was es im Reallife so nicht gibt. Eine Frau kann beim Aufwachen die Geliebte, beim Frühstück die Mutter, bei der Arbeit die Anwältin sein, usw. Alles gleichzeitig ist kaum möglich. So kann dieses virtuelle Leben auch zum wirklichen Leben werden. (S. 13-18)

Genau darin besteht aber die Gefahr für alle Nutzer des Internets. Die Vermischung der reellen Identität mit dem virtuellen Ich.

In […] rechnervermittelten Welten ist das Selbst, das durch die netzvermittelten Interaktionen konstituiert wird, multipel und in ständigem Wandel begriffen; es wird von der Sprache erzeugt und transformiert; der Geschlechtsverkehr ist ein Austausch von Signifikanten und Bedeutung eher das Produkt von Navigieren und Improvisieren als von rationaler Analyse. In der maschinengenerierten Welt […] begegne ich Figuren, die mir eine neue Beziehung zu meiner eigenen Identität eröffnen. (S. 19-20)

Anfang des 20. Jahrhunderts war ein Identitätswechsel nicht so einfach, wie es heutzutage in der virtuellen Welt möglich ist. Natürlich gab es unterschiedliche soziale Rollen, die ein Mensch auskleiden konnte, aber diese Rollen wurden durch enge Familienbande und Freundesbeziehungen streng kontrolliert. In der Postmoderne sind multiple Persönlichkeiten nicht mehr ganz so schwierig zu unterhalten. Viele Menschen haben mehrere Rollen, die sie in verschiedenen Situationen oder Räumlichkeiten annehmen oder mischen können. Im Internet lassen sich verschiedene Rollen anonym ausprobieren und verändern. (S. 287-290) Die Identität befindet sich laut Hall in einer Krise, denn der Mensch wird als einheitliches Subjekt zerteilt und seine Identität befindet sich ständig im Wandel. Identitäten sind extrem komplex, intern differenziert und widersprüchlich. (Auszug eines Buchs von Hall – leider nur Kopie vorhanden ohne Quellenangabe) Dies ist auch im Internet der Fall. Jeder Mensch kann verschiedene Facetten seiner Identitäten betonen, abschwächen oder ganz unterschlagen. Im Internet können verschiedene Identitäten parallel ausgelebt werden, ohne dass sie sich berühren müssen. Dies ist nicht nur im negativen Sinne gedacht, sondern auch im positiven. Wenn ich mich in einem speziellen Forum anmelde und dort Beratertätigkeiten ausführe, lasse ich andere Facetten meines Selbst dort evtl. unberücksichtigt. Begebe ich mich dort in ein MMORPG, kann ich meine strategische, wilde Seite ausleben, ohne dabei meine anderen Identitäten preiszugeben. Möchte ich mich selbst als Ganzes präsentieren, nutze ich vielleicht Communities wie Facebook oder Wer-kennt-wen, um ein möglichst realistisches Bild meiner Selbst abzubilden.

Neben vielen Chancen und Möglichkeiten, die das Internet heutzutage bietet, sollte sich jeder Nutzer immer bewusst sein, dass nicht alles dort so ist, wie es scheint.

April 30, 2010

Identität(en) im Internet

Einsortiert unter: Projektgedanken — Linda @ 12:47 nachmittags

Nina und ich haben uns überlegt, eine Präsentation über Identität im Internet zu erstellen, da wir aus verschiedenen Beweggründen der Meinung sind, dass man im Internet Identitätsprobleme hat.

Meine These ist: „Ich kann mich im Internet als jede beliebige Person ausgeben, die ich möchte, ohne das es jemand merkt.“

Ninas These ist: „Ich weiß im Internet nicht, ob die Person, mit der ich agiere, auch im echten Leben so ist.“

Meine These stützt sich auf meine eigenen Erfahrungen. Ich bin schon seit meiner Kindheit mit dem Computer vertraut und habe auch schon früh Erfahrungen mit dem Internet gesammelt. Heute, als Student, verbringe ich sehr viel Zeit im Internet und habe dort direkten/indirekten Umgang mit Menschen, die ich nicht kenne.

-          Ich chatte täglich meist mehrere Stunden in einem bekannten, deutschen Chat und habe dort ein Ehrenamt.

-          Ich beteilige mich täglich aktiv (seit kurzem) in einem Forum über Zwerghamster.

-          Ich habe regen Emailkontakt mit Personen, die ich entweder schon lange nicht mehr gesehen habe oder die ich kaum kenne.

Für den Chat und das Forum habe ich mir einen Nicknamen angelegt, den ich schon als Jugendliche nutzte und mit dem ich wohl und „echt“ fühle. Wenn ich Emails schreibe, kennt die Person meinen echten Namen.

Gerade im Chat erfahre ich immer wieder, dass ich gerade in meinem Ehrenamt nicht so reagiere, wie ich es im Reallife würde. Ich habe die Verhaltensregeln angenommen, die von mir verlangt werden, um mich anzupassen und meine Aufgabe adäquat zu erfüllen. Freunden gegenüber, die ich durch den Chat kennen gelernt habe, mittlerweile aber auch privat treffe, verhalte ich mich absolut natürlich. Aber auch bei meinen engeren Kontakten, die ich nur dort treffe, versuche ich Ich selbst zu sein. Trotzdem ist für mich absolut tabu, dort für jeden zugänglich meinen echten Namen zu benutzen und über mein Privatleben zu sprechen (ausgenommen mit meinen Freunden, wo ich das aber auch telefonisch oder real machen kann).

Da das von mir besuchte Forum ja eine Interessengemeinschaft ist und ich dort ja Hilfe erhalten und anbieten möchte, versuche ich auch dort, möglichst authentisch aufzutreten.

Bei Emailkontakten ist es für mich genauso.

Ich versuche, in allem, was ich im Internet anfange, möglichst meinen Charakter und meine Ansichten realistisch darzustellen. Dass dies nicht immer auf Gegenseitigkeit beruht, habe ich schon ganz zu Anfang vor allem im Chat feststellen können bzw. müssen. Deshalb bin ich der Ansicht, dass gerade in virtuellen Gemeinschaften, wo in Echtzeit miteinander kommuniziert wird, eine beliebige, fiktive Identität angenommen werden kann, sei es nun in Chats, Rollen- oder Strategiespielen. Ich kann mich entweder authentisch abbilden, verschiedene Seiten meines Ichs betonen oder verschweigen, mich sogar als eine vollkommen andere Person ausgeben.

Deshalb kann ich auch die andere These unterstützen. Ich weiß nie, wem ich in Wirklichkeit gegenüber sitze. Vor allem, wenn klar ist, dass ich der Person, mit der ich gerade spreche, nie wirklich begegnen werde, kann ich mir nie sicher sein, ob mein Gegenüber nun seine wahre oder eine fiktive Identität zeigt.

Januar 26, 2010

thomas d lässt kinder klassische lyrik rappen

Einsortiert unter: °`Private ~ Zone´° — Linda @ 2:45 nachmittags

http://bildungsklick.de/pm/24284/rap-trifft-klassiker/

Snippet – Gedanken von Christina und Sebastian

Einsortiert unter: Projektgedanken — Linda @ 2:31 nachmittags
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Entscheidung zwischen den drei TEILthemen:

- Allgegenwertigkeit der Medien

- Orientierungsverlust

- selbst Teil der Medien sein

Dadurch wird unser Projekt “verkleinert” bzw, “erleichtert”. Wünschenswert wäre ein “Happy End” anstatt des “dramatischen Endes”

Stichwort: pessimistischer Blick auf sozial-kulturellen Ansatz

Seminarleiter wünschen sich, dass Pessimismus nicht in Frustration und Hilflosigkeit endet sondern in Opimismus umschlägt! ;)

Dezember 8, 2009

Visualisierung durch Snippet – Gedanken zur Ausführung2

Einsortiert unter: Projektgedanken — Linda @ 9:32 vormittags
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Ich habe diese Woche meine Digitalkamera dabei. Nun hoffe ich, dass Nina und ich einen “schönen” Tag zur Umsetzung unseres Projekts finden. Leider konnten wir uns noch nicht für ein Skript zusammensetzen, vielleicht wird das auch einen ganzen Tag in Anspruch nehmen und die Umsetzung findet erst im Neuen Jahr statt. Wäre ja auch nicht tragisch. :) Ich habe mal eine kleine Vorlage entworfen, wo wir die einzelnen Szenen erstmal skizzieren können und den “Text” extra gestalten. skript twitter (nichts besonderes, aber wäre besser als einfach draufloszumalen)

Durch viele andere Verpflichtungen komme ich gerade kaum dazu, mir Gedanken zum Projekt zu machen, was ich sehr schade finde, da wir sicher eine Menge Spass bei dem Fotoshooting haben werden und das Snippet sicherlich gelingen wird. Ich hoffe, dass wir es schön gestalten können und auch eine Botschaft damit übermitteln.

Dokumentation der strukturalen Analyse des Mediums Internet nach Jörissen/Marotzki

Einsortiert unter: Hausaufgaben — Linda @ 8:16 vormittags
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1. Entwicklung verschiedener Anwendungen und Subnetze – technische Entstehungsgeschichte

 Jörissen und Marotzki beginnen in ihrer Analyse mit der technischen Entwicklung des Internets. Angefangen bei der ersten Phase und somit dem Ursprung als militärische Nachrichtenübermittlung durch das Netzwerk ARPANET ab dem Jahr 1969 bis hin zur Einführung des World Wide Web, das zum Austausch von strukturierten  Seiten konzipiert wurde, im Jahr 1991, wo nur wenige Menschen an dieser neuen Art Medium teilhatten. In dieser Zeit entwickelten sich Subnetze, Protokolle und Anwendungen, die unterschiedlichen Kommunikationsbedürfnissen gerecht wurden, aber noch nicht miteinander verbunden waren. Ab der Einführung des WWW beginnt die zweite Phase, da das WWW mit der Zeit immer mehr Subnetze aufnahm und somit die verschiedenen Bereiche gleichzeitig nutzbar machte. Die dritte Phase beginnt für Jörissen und Marotzki schon ab etwa 1995 und hält noch an. Das Schlagwort zu dieser Phase ist „Web 2.0“, worauf nachher noch eingegangen wird.

-          Texte versenden?

Emails versenden kann man schon seit etwa 1971, damals noch mit einem Programm, Mailinglisten kamen bereits 1975 hinzu. -> soziale und kulturelle Räume entstanden also lange vor der Wandlung zum Internet

-          Virtuelle Welten?

Die Vorläufer der heutigen MMORPGs hießen MUDs (Multi User Domains) und waren damals, 1978, noch textbasierte virtuelle Welten. Erst 1996 entstanden MOOs (objektorientierte MUDs). MUDs sind themenzentriert aufgebaute, hoch komplexe virtuelle Lebensräume. Abenteuer-Rollenspiele entstanden anfangs aufgrund von literarisch vorliegenden Texten, heutzutage sind „World of Warcraft“, „Neocron“, etc. in Gamer-Communities bekannt.

-          Austausch in Gruppen?

Foren gibt es seit etwa 1982. Dort können Mitglieder dieser Foren sogenannte Threads eröffnen oder kommentieren und untereinander diskutieren. Anfangs gab es dezentralisierte Server, d.h. das eine Nachricht von einem Server zu „befreundeten“ Servern gesendet wurde, diese sendeten diese Nachricht zu ihren „befreundeten“ Servern usw. Somit konnten Nachrichten recht lange unterwegs sein -> Asynchronität. 1994 wurde dies durch quasi-synchrone Gemeinschaften durch Bereitstellung eines zentralen Servers, auf dem alle Nachrichten gespeichert werden, beschleunigt.

-          Direkte Kommunikation?

1989 trat das IRC seinen Siegeszug an. Dies sind themenzentrierte Chats, in denen sofort Nachrichten der eingeloggten Personen sichtbar werden. Da dies jedoch einen Client voraussetzt, verlor es an Bedeutung. Nachfolger sind ICQ, MSN, AIM, SKYPE, etc. Der Vorteil der neueren Clients ist, dass dort Mitglieder „gesucht“ werden können und auch abwesenden Nutzern Nachrichten hinterlassen werden können.

-          Die große Plattform?

Das WWW ist heute das „Supermedium“ des Internets. Seit der Einführung im Jahr 1991 hat es sich von einem statischen Hypertextmedium über ein multimediales, interaktives zu einem partizipativen Medium (Web 2.0) entwickelt. „Surfen“ darin ist einfach, da hier zunehmend Strukturen anderer Bereiche aufgenommen oder nachgebildet werden. Hier kann man Emails versenden, virtuelle Spiele spielen, Foren betreiben, chatten und noch viel mehr.

2. Entwicklung zum deliberativen Kulturraum – kulturelle Bedeutung

Zur weiteren Analyse wird nun das Internet als Bildungsraum (kultureller Raum) betrachtet.

Der neue öffentliche Raum:

Neue Chancen und Hoffnungen heißen hier auch neue Gefahren. Trotz vieler Versuche, dass Internet zu reglementieren ist bisher die anarchische Struktur des Netzes weitgehend noch erhalten. Als Befürworter dieser Struktur gilt Barlow, der folgende vier Aspekte anführte:

1)     die Natürlichkeit des Cyberspace -> resultiert aus den kollektiven Handlungen seiner Mitglieder

2)     die Virtualität des Ortes des Cyberspace -> Bewegungen jenseits staatlich-territorialer Grenzen durch die Mitglieder

3)     die Körperlosigkeit innerhalb dieser virtuellen Welt -> herkömmliche Gesetze sind hier nicht anwendbar, da sie auf der Gegenständlichkeit einer materialen Welt beruhen, die im Cyberspace nicht vorhanden ist

4)     die Definition des Cyberspace als eine Zivilisation des Geistes -> Cyberspace besteht aus Denken und Kommunikation

-> Freiheit zur unreglementierten Meinungsäußerung

 Der neue (trans-)kulturelle Raum:

Seit Oktober 1997 muss das Internet als neuer Kulturraum angesehen werden. Kultur ist im Folgenden das selbstgesponnene Bedeutungsgewebe, in dem Menschen sich selbst entwerfen, indem sie ihre Handlungen koordinieren und ihrem Zusammenleben Bedeutung verschaffen.

 Entstehungsraum spezifisch medialer Subkulturen:

Der Unterschied dieser neuen Medien zu den alten Medien lässt sich am einfachsten fassen, indem man unterscheidet zwischen „Kultur FÜR alle“ und „Kultur DURCH alle“. Interaktiv erzeugte Kulturräume durch Online-Städte sind dafür ein gutes Beispiel. Medien spielen bei Sozialisationsprozessen/Enkulturationsprozessen eine immer größere Rolle, zum Beispiel bringen die ganzen US-Serien uns die amerikanische Kultur näher. Virtuelle (Sub-)Kulturen zeigen uns ebenfalls alternative Lebensweisen und -entwürfe. Nutzer der ersten Generation zeigen in ihrer partiell virtuellen Welt ein großes Engagement im Umgang mit dem Medium, leben aber großteils in der realen Umwelt. Es werden Bereiche für “Neulinge” angelegt, in denen sie die geforderten Verhaltensweisen erwerben/erproben können -> Institutionen der Enkulturation werden geschaffen, in denen eine Adaption an die jeweilige lokale Kommunikationskultur erfolgt.

(Inter)Kultureller Lebensraum:

Kulturen beeinflussen sich bei einem Aufeinandertreffen gegenseitig. Im Internet bilden sich schnell und einfach kulturübergreifende Kontakte. Früher hauptsächlich über Forschungen und Wissenschaft, heute auch einfach der Gedankenaustausch verschiedener Individuen. Die durch Barlow eingeforderte Grenzenlosigkeit und Unzensiertheit ist aber nicht mit allen kulturellen Wertesystemen kompatibel. (Beispiel: Was in einem Land erlaubt ist, ist in einem anderen Land streng verboten und somit auch der Besuch einer solchen Webseite.) Kein Mensch wird im kulturfreien Raum sozialisiert, somit bietet das Internet einen Raum der Auseinandersetzung mit anderen Kulturen -> es entsteht ein Dezentrierungspotenzial.

Kultureller Transformationsraum:

Das Internet ist ein kultureller Hybrid. In ihm finden wir das Übergangsstadium zu einer Entnationalisierung. Welsch bezeichnet dies als Transkulturalität. Kennzeichen dieser Transkulturalität sind die externe Vernetzung der Kulturen (Migranten), der Hybridcharakter heutiger Kulturen (Beeinflussung durch Import/Export) und dadurch die Auflösung der Eigen-Fremd-Differenz. Das Internet hat somit das Potenzial ein reflexives und/oder reflektierendes Verhältnis zur eigenen Kultur zu schaffen.

3. Aktuelle Entwicklung

Aktuelle Entwicklungen sind für die Analyse wichtig, um zwischen ursprünglichem Zweck und Veränderungen im Laufe der Jahre zu unterscheiden und diese Entwicklung nachzuvollziehen.

Web 2.0

Das Internet steht in ständiger Selbstbeobachtung, zahlreiche Jungunternehmer (sogenannte “Web 2.0-Startups”) tummeln sich in diesem riesigen Gebiet. Die Debatte zu dem Schlagwort der Informationstechnologiebranche Web 2.0 wurde durch den O-Reilly-Verlag, bekannt in Programmiererszene und im OpenSouce-Bereich, geprägt. Das Web 2.0 soll folgende Kennzeichen besitzen:

- neue Browser- und Programmtechnologien mit Anwendungscharakter (z.B. Etherpad zur kollektiven Erstellung von Texten)

- Sammlung kollektiver Intelligenz durch viele kleine Beiträge durch eine große Anzahl an Nutzern zur Angebotsoptimierung für Einzelne (individuelle sinnvolle Vernetzungen) -> Orientierungspotenzial

- offen verfügbare Daten (z.B. Wikipedia)

- neue Skriptsprachen erlauben einfache Verknüpfungen verschiedener Seiten (z.B. Verlinkungen)

Verfechter dieser Ansicht sagen, dass das Web 2.0 Menschen verbindet, das Web 1.0 lediglich Computer. Der Erfinder des WWW sagt, dass dieses Web 2.0 gar nicht exisitiert.

Das WWW:  interaktiv -> partizipativ

Der ursprünglich geplante Webbrowser sollte kollaboatives Schreiben ermöglichen, was jedoch nicht realisiert wurde. Der Webbrowser wurde “abgespeckt”. Somit bestand das WWW aus statischen  html-Seiten, die nicht editierbar waren. Erst nach und nach wurden andere Diensten implementiert, so dass durch z.B. Foren und Chats ein hohes Maß an Partizipation entstand. Die klassischen Online-Communities waren zuerst geschlossene Einrichtungen, die weblog-Foren stellen heutzutage eine deutliche Verbesserung der Kommunikationsmöglichkeiten dar. Solche und ähnliche Partizipationstools (auch Wikis, Filesharing, etc.) machen den klassischen USER (passiv) zum PRODUSER (aktiv), die den Tausch oder die Mitteilung kultureller Objekte ermöglichen.

In Zuge der Analyse können nun verschiedene Bereiche des Internets in den Orientierungsdimensionen (teilweise überlappend) dargestellt werden.

November 27, 2009

Kernthesen des Textes: Dimensionen Strukturaler Medienbildung von Winfried Marotzki und Benjamin Jörissen

Einsortiert unter: Hausaufgaben — Linda @ 2:21 nachmittags
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Im Text werden die vier Dimensionen lebensweltlicher Orientierung beschrieben. Sie knüpfen an Kant’s vier berühmte Fragen an:

1) Was kann ich wissen?

2) Was soll ich tun?

3) Was darf ich hoffen?

4) Was ist der Mensch?

1) Wissensbezug:

Kann ich den Quellen meines Wissens vertrauen? Wie verlässlich ist es? Kann ich es gebrauchen? Was ist wichtig, was weniger?

Durch die Informationsflut des Internets ist ein kritisches Sichverhalten zu den Quellen überlebensnotwenig geworden! Eine logisch-intellektuelle Ordnungsleistung beinhaltet die Fähigkeit zu analytischem, rationalem, begrifflich orientierendem  Denken. Dabei ist klare und konsistente Problemorientierung wichtig, um den Überblick zu behalten. Das Verfügungswissen wird üblicherweise in Faktenwissen und prozedurales Wissen aufgeteilt. Faktenwissen erklärt mir Dinge und Sachverhalte, z.B. den Umgang mit dem Internet. Prozedurales Wissen ist dann an Erfolg des eigenen Handelns gekoppelt.  Deshalb ist es wichtig, Verfügungswissen zu haben. Wenn ich nur theoretisch weiss, wo man Informationen im Internet findet (z.B. per Suchmaschinen), habe ich noch keinen garantierten Erfolg dabei. Erst Erfolge und Misserfolge lassen mich wichtige von unwichtigen Quellen unterscheiden (wissenschaftliche, seriöse Seiten und Quellen vs. nicht belegbare Erfahrungsberichte/Meinungen auf vielen privaten Seiten).  Wissen wie es geht, reicht nicht aus, es muss eine kritische Reflexion erfolgen. Gerade bei neuen Medien wie dem Internet gebe ich bei jedem “Klick” jede Menge Informationen über mich preis, die teilweise kontrolliert, aber auch unkontrolliert verwendet und weitergegeben werden. Diesem Risiko sollte ich mir bewusst sein, ich muss ein reflexives Verhältnis zu mir und der Welt aufbauen. Dabei muss ich mich auch als Gestalter eines universellen Wissensnetzwerkes sehen. Ich kann daran teilhaben, etwas verändern, etwas preisgeben. Virtuelle Nachrichten, Freundschaften, Einkäufe und Arbeitsstellen sind längst keine Einzelfälle mehr, ein bewusster reflexiver Umgang damit ist jedoch unerlässlich.

2) Handlungsbezug:

Wissen und Handeln sind keinesfalls identisch. Es muss abgeschätzt werden, ob und wie ich Wissen nutzen kann. Nicht alles, was ich machen kann, sollte ich auch machen. Ich muss zwischen generellen und konkreten für mich angemessenen Handlungsoptionen unterscheiden. Mein Tun hat Folgen und Nebenfolgen, für die ich verantwortlich bin. Bildung ist eine Haltung, die grundsätzlich auch Verantwortung enthält, ich kann also diese Verantwortung auch übernehmen. Klafki legt deshalb auch den Schulen und Erziehern ans Herz, die Erziehung zur Verantwortung  ernst zu nehmen. Jeder, der mit neuen Medien umgeht (und gerade Schüler bewegen sich oftmals mehrere Stunden am Tag im Internet), muss Verantwortungsbereitschaft lernen und zeigen, vor allem gegenüber anderen Mitnutzern. Als Nutzer neuer Medien brauche ich somit ein Reflexionspotential, das sich auf Handlungsoptionen erstreckt, was ich durch Bildung erlangen kann.

3) Grenzbezug

Innerhalb der Fülle von neuen Medien gibt es Grenzen, Grenzen die ich austeste, die ich erfahre, die ich überschreite. Die Reflexion über diese Grenzen ist eine weitere Grundstruktur von Bildungsprozessen. Bildung enthält in sich als Selbst- und Weltorientierung einen Bezug zur Transzendenz (= Überschreiten solcher Grenzen). Ich als Mensch muss lernen, mit solchen Grenzerfahrungen udn Grenzsetzungen umzugehen. Sehe ich dies als Chance oder als Niederlage? Erkenne ich diese Grenzen an? Kann ich der wissenschaftlich- technisch induzierten Komplexitätssteigerung gerecht werden? Im Text wird das Wort “Cyborg” beschrieben, ich sehe dort aber auch das “virtuelle Leben”, dass schon in vielen Haushalten Einzug erhalten hat. Second Life, Knuddels, Wer kennt wen?, etc. sind Plattformen, in denen viele Menschen ihr Leben definieren. Ihr Privatleben wird bestimmt durch diese Formate, sie überschreiten dort Grenzen, die sich in ihr reales Leben auswirken. Ist dies auch eine Art “Cyborg”? Kann ich mich dem entziehen oder bin ich auch schon ein Opfer dieser virtuellen Lebenweise? Bin ich dabei, meine menschliche Identität grundlegend zu verändern, indem ich diese permanente Grenzerfahrung zulasse? Oder bin ich in der Lage, Grenzen, Grenzüberschreitungen und Grenzerfahrung kritisch zu reflektieren? Sicherlich haben viele Menschen, die tagtäglich im Internet “rumgammeln” diese Reflexion verdrängt oder nicht gelernt. Der Traum von “arbeitslos & arm” zu “erfolgreich & vermögend” durch Internetpräsenz zerplatzt sicherlich täglich tausendfach.

4) Biographiebezug

Was ist unser Verständnis vom Menschsein und wie passt die jeweilige Identität des Einzelnen dazu? Biographische Arbeit zeigt meine eigene Identität.

Ich vollziehe subjektiv eine wertende Ordnungsleistung: Was ist mir pesrönlich wichtig? Ich erstelle eine wertende Rangordnung, um diese Wichtigkeiten zu sortieren. Darin erstelle ich durch Zusammenhangsbildung sinnvolle Verknüpfungen und habe somit eine Gesamtordnungsleistung, die alle Beziehungen zwischen Teilen und einem Ganzen beständig herstellt und in neuen biographischen Situationen einordnet (= Biographisierung).  Sinnstiftend wird das ganze Konstrukt erst, wenn ich Zusammenhänge herstelle, die Informationen, Ereignisse und Erlebnisse einordnen können und Beziehungen untereinander und zu einem Ganzen erlauben. Ich möchte Informationen zu konsistenten Wissenzusammenhängen machen, mein Leben damit ordnen. Ich finde heraus, was für mein Leben maßgebliche Lebenswerte sind. Dies kann der Traum nach einer Familie sein, der Wunsch nach Erfolg im Beruf, die Sehnsucht nach einem tierischen Gefährten, die Suche nach der Liebe des Lebens. Wird einem dieser Lebenswerte eine zu große Bedeutung zugeschrieben, können alle anderen Werte dahinter verschwinden und alles richtet sich nach diesem einen Wunsch. Kann man diese Lebenswerte jedoch reflexiv betrachten erfolgt ein peramenter Such- und Erprobungsprozess, den man Lebenserfahrung nennt. Lebenserfahrung ist ein wichtiger Bestandteil der heutigen Gesellschaft, da immer weniger traditionelle Werte bestehen. Reflexion gewinnt deshalb an Bedeutung, da immer weniger vertraute soziale Kontexte bestehen und unsere sozialen und biographischen Veränderungen immer schneller geschehen. Dies bedingt natürlich eine Flexibilitätssteigerung in Bezug zu Selbst- und Weltbezug. Mittels Medien kann eine solche Reflexion auf Biographisierungsprozesse induziert werden.

Beispiele hierzu findet man vielleicht bei der Betrachtung von Staatsoberhäuptern. Wer hätte vor zwanzig Jahren eine Frau Merkel an der Spitze Deutschlands erwartet? Wer konnte sich vor einem Jahr die USA mit einem schwarzen Präsidenten vorstellen?

Ist dies nicht auch durch die Medien erst möglich geworden?

… im folgenden Text werden anhand dieser vier Dimensionen Orientierungspotenziale verschiedener Medien untersucht …

November 25, 2009

Visualisierung durch Snippet – Gedanken zur Ausführung

Einsortiert unter: Projektgedanken — Linda @ 12:32 nachmittags
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~ in Bezug zu Nina’s Blogbeitrag “… während sie an ihrem Laptop arbeitet, erscheinen dauernd Sprechblasen aus der Richtung des Baumes, die irgendeine Information enthalten … es werden also Infos gezwitschert (getwittert) von imaginären Vögeln …) ~

Wir haben uns überlegt, dass wir eine Art “Bildergeschichte” (wie bei Comics) in PowerPoint gestalten.  Die Geschichte würden wir dann selbst als Protagonisten und Fotografen erstellen. Eine kleine Digitalkamera haben wir zur Verfügung und wir wollen versuchen, möglichst schnell einen Schauplatz für die Bildergeschichte zu finden – und am besten natürlich auch schönes Wetter zu erwischen.

Dazu wollen wir zuerst eine Art Skript erstellen, wo wir die einzelnen Szenen grob aufmalen und uns die ”Texte” ausdenken, die wir dann als Sprechblasen und/oder Animationen einfügen wollen. Dies könnten wir dann ja auch innerhalb der Seminargruppe oder mit Christina und Sebastian vorab besprechen.

Nina ist der kreative Kopf der Gruppe, ich hoffe, ich werde auch meinen Aufgaben rund um die Gestaltung am Computer gerecht. Vielleicht könnte man dann auch wirklich den Comic ausdrucken. Es wäre für mich ein tolles Ergebnis, wenn die Bilder, die wir machen, für jeden auf Anhieb verständlich sind und die Gruppe unser Arbeit auch langfristig zur Verfügung hätte, sei es als Präsentation oder Druck.

November 17, 2009

Kernthesen des Textes: Die Grundlogik von Bildung von Winfried Marotzki und Benjamin Jörissen

1. materiale Bildungstheorie ist unzulänglich, weil:

 Es gibt zwei Möglichkeiten mit neuen Erfahrungen umzugehen. Die erste Möglichkeit besteht darin, dass man neue Erfahrung auf schon Bekanntes reduziert und assimiliert es so an eigene Muster, man sieht in Fremdem immer auch etwas Vertrautes (hermeneutischer Ansatz von Schleiermacher). Ansonsten ist kein Verstehen möglich. Dies ist jedoch ein Selbstwiderspruch, denn wenn man Fremdes an Vertrautem versteht, dann war es ja von Anfang an nicht mehr fremd. Die Forderung ist also, Fremdes als solches zu verstehen, nicht es zu etwas Vertrautem zu machen. Dies würde nach Schleiermann bedeuten, dass man auf das Verstehen an sich verzichtet. Der zweite Modus des Selbst- und Weltverstehens ist komplexer und versucht, mit Unbestimmtheiten zurecht zu kommen. Bilden Allgemeines oder Regeln die Grundlagen oder den Ausgangspunkt, dann wird Fremdes untergeordnet und wird „passend gemacht“ (subsumptionslogisches Schema). Das Schema dominiert hier, der Einzelfall wird diesem untergeordnet. Wir wollen jedoch Tentativität erlangen, indem wir Neues oder Einzelfälle als Grundlage nehmen und Regeln erst suchen müssen. Tentativität bedeutet also Regeln finden, die Neues zu Verstehbarem machen, bestehende Regeln werden verändert. Hierbei entstehen Freiräume, da die Verbindlichkeit der vorhandenen Schemata fehlt. In der tentativen Erfahrungsstruktur schafft die Pluralität von Sinnhorizonten Komplexität und Unbestimmtheit. Die entstehenden Differenzen führen zu kategorialer Transformation. Bildung ist in diesem Sinne nicht die Überführung von Unbestimmtheit in Bestimmtheit! Was nicht bedeutet, dass man auf Bestimmtheit verzichten darf, ansonsten würde man durch fehlendes Fakten- und Orientierungswissen einen Orientierungsverlust in der Welt erlangen, da man nach ganz einfachen Orientierungsschemata suchen müsste. Die Bestimmtheit muss viel mehr Unbestimmtheitsbereiche ermöglichen und öffnen, sie müssen einen Platz im Denken finden. Dies nennen Marotzki und Joerissen dann tentative, experimentelle, umspielende, erprobende, innovative, Kategorien findende, kreative Erfahrungsverarbeitung. Hat man dies erreicht, dann sind die entstandenen Leerstellen die Heimat von Subjektivität. Bildung braucht Unbestimmtheiten, um flexibel zu bleiben, werden diese Zonen eliminiert, wird Bildung leer. Und genau deshalb ist der kategoriale Bildungsbegriff für Marotzki und Joerissen unzureichend.

2. formale Bildungstheorie unterscheidet streng zwischen Bildung und Ausbildung, weil:

Die Pluralisierung von Selbst- und Weltsichten erzeugt Unbestimmtheitsräume, wobei neue Regeln und Schemata für neue, unbekannte Phänomene gesucht werden. Man erhält also eine Vielzahl an möglichen Orientierungssystemen, die man nun optional wählen kann. Dies ist für Marotzki und Joerissen das Strukturmerkmal von Bildung und unterscheiden mit dem formalen Bildungsbegriff streng zwischen Bildung und Ausbildung. Der Unterschied von Lern- und Bildungsprozessen muss konstruiert werden, um die Steigerung von Flexibilität über Lern- zu Bildungsprozessen zu verdeutlichen. Lernprozesse bilden hier das Bestimmte (Wissen) und Bildungsprozesse das Unbestimmte (flexibler Umgang mit Wissen). Durch Interpretation der „Logischen Kategorien von Lernen und Kommunikation“ von Bateson werden zunächst die Lernebenen Lernen I, Lernen II, Bildung I und Bildung II erstellt.

Lernen I ist pure Reiz-Reaktion, ohne alternative Reaktion.

Lernen II beachtet den Kontext, indem der Reiz erfolgte, womit auf einen Reiz je nach Kontext verschiedene Reaktionen folgen können, was eine Flexibilisierung der Reizreaktion ist. Hierbei erfolgt schon eine Klassifizierung der erkannten Kontextmarkierungen und kann so angemessen auf bestimmte Situationen reagieren. Lernen I stellt vollkommene Bestimmtheit dar, Lernen II schon eine gewisse Unbestimmtheit, da der Reiz an sich unbestimmt ist, aber die kognitiven Schemata (Rahmungen) liegen der Kontexterkennung zugrunde. In der nächsthöheren Ebene erfolgt nun eine Flexibilisierung der Rahmungen selbst, was als Bildungsprozess bezeichnet wird. Bildungsprozesse verändern die Konstruktion von Welt- und Selbstverhältnissen.

Bildung I beschreibt die wertfreien Konstruktionsprinzipien der Weltaufordnung. Wollen wir unsere kontextspezifischen Verhaltensmuster ändern, stoßen wir auf den Widerstand der Gewohnheit. Gewohnheiten sind Präferenzen in der Wahl unseres Verhaltens, sie sind also verhaltensstabilisierend. Deshalb sind Bildungsprozesse I schwer anzuregen. Erst wenn ernsthafte kognitive Unstimmingkeiten oder Konflikte mit dem Weltbezug auftreten, werden wir diese Prozesse angehen. Somit erlangen wir eine Steigerung des Weltbezugs durch Pluralisierung von Erfahrungsmustern und Dezentrierung des eigenen Weltbilds.

Die Steigerung des Selbstbezugs erreichen wir mit Bildung II. Hierbei erfährt der Mensch, dass er die Welt immer so oder so ordnet, die Welt durch eigene Wahrnehmung konstruiert. Es existieren also verschiedene Perspektiven, die nicht miteinander kompatibel sind. Diese Paradoxien werfen uns auf uns selbst zurück, denn mit diesen „Weltverlusten“ müssen wir umgehen lernen. Es erfolgt eine Selbstbeobachtung die zu Steigerung des Selbstbezugs führt. Wir können aber stets nur die Welt oder das Selbst beobachten, nicht beides. Somit erfahren wir, dass jedes Erfahrungsschema begrenzt ist und es nicht kontrollierbar ist, was ausgeblendet wird und was nicht. Hierbei tritt die Tentativität wieder in Aktion, denn diese (negative) Einsicht birgt eine hohe Flexibilisierung und wir müssen all unsere Erfahrungsmodi bewusst und aktiv einsetzen. Es geht bei Bildung II darum, überhaupt neue Gewohnheiten bilden zu können, was zu einer Flexibilität und Freiheit hinsichtlich der Gewohnheiten führt. Das diese Ebene nicht beständig erreicht ist, ist verständlich, da ein Mensch nicht immer das kritische Bewusstsein der Relativität aller Erfahrungsschemata bedenken kann, aber ein solcher Standpunkt kann dann immer wieder bezogen werden. Bildung ist also nicht gleich lernen, denn durch Bildung erreicht man eine höhere Flexibilität des Welt- und Selbstbezugs.

November 5, 2009

Verständnis- und Diskussionsfragen

Einsortiert unter: Hausaufgaben — Linda @ 4:35 nachmittags

Klafki sollte eigentlich jedem Lehramtsstudenten in Hamburg ein Begriff sein. Komischerweise bin ich dem in allen besuchten Veranstaltungen irgendwie entgangen – obwohl Klafki in mindestens dreien Thema war.

Sucht sich Klafki also aus den großen bildungstheoretischen Positionen der Deutschen Klassik das Beste raus und interpretiert es in die heutige Zeit?

Ich sollte mal ein Buch von Klafki lesen. Tipps????

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